Anzeige

Gesamtübersicht

Psychodynamische Ansätze bei der Arbeit mit Krebspatienten im Konsiliar-Liaisondienst

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Psychodynamisches Denken und Handeln im Konsiliar-Liaisondienst

Ausgabe: 2011 (Vol. 10): No. 2
Seiten: 85-93

Psychodynamische Ansätze bei der Arbeit mit Krebspatienten im Konsiliar-Liaisondienst

Kurt Fritzsche; Jörg Zinn

Stichworte

Krebs, supportive Psychotherapie, psychodynamische Psychotherapie, Psychoonkologie, Wirkfaktoren

Zusammenfassung

Die psychoonkologische Begleitung ist in den letzten 20 Jahren fester Bestandteil der Tätigkeit von psychosomatischen Konsil- und Liaisondiensten im Krankenhaus geworden. Ziele psychodynamischer Interventionen sind die Stabilisierung des emotionalen Befindens des Patienten und die Rückgewinnung eines strukturierten Umgangs mit der Krankheit, mit den Behandlern und nahen Bezugspersonen. Der Psychotherapeut ist die notwendige Verbindungsfigur zwischen der inneren Welt des Patienten mit allen ihren bedrohlichen Aspekten und der Realität des Krankenhauses und der Außenwelt. Die Container- Funktion des Psychotherapeuten führt zur Verarbeitung zunächst unerträglicher negativer Affekte und zur Aktivierung von psychischen und körperlichen Ressourcen, die für die Krankheitsbewältigung genutzt werden. Deutungen innerpsychischer Konflikte und Übertragungsdeutungen werden vermieden. Therapieelemente sind eine narrative Gesprächsstruktur, ein psychodynamisches Verständnis der aktuellen Krankheitssituation vor dem Hintergrund der Lebensgeschichte, aktives Zuhören und Fokusformulierung.

Artikel, die Sie auch interessant finden könnten...

1.
A. Dorn 1, A. Rohde2

Die Psychiatrie 2008 5 2: 83-90

2.
Psychoonkologische Spezifika Adoleszenter und junger Erwachsener mit Krebs

M. Köhler (1)

Nervenheilkunde 2017 36 12: 972-979

3.

L. Goldbeck (1), J. U. Rüffer (2)

Nervenheilkunde 2011 30 3: 164-168