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Brauchen wir Gutachter speziell für die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie?

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Gutachterverfahren

Ausgabe: 2011 (Vol. 10): No. 3
Seiten: 131-146

Brauchen wir Gutachter speziell für die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie?

Sabine Schäfer

Stichworte

Qualitätssicherung, psychodynamische Psychotherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Analytische Psychotherapie, Gutachter, Psychotherapierichtlinien

Zusammenfassung

Der Einzug der Psychotherapie in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im Jahre 1967 mündete in einem von Spitzenverbänden der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gemeinsam verfassten Regelwerk, den Psychotherapie-Richtlinien (PT-R). Die PT-R regeln unter anderem die Beantragung einer Psychotherapie, welche eng mit dem Gutachterverfahren verknüpft ist. Gutachter sollen anhand schriftlicher Berichte der antragstellenden Psychotherapeuten beurteilen, ob eine beantragte Psychotherapie die Kriterien der Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit erfüllt. Eine Besonderheit fällt im Regelwerk der PT-R auf: Um als Gutachter für die Prüfung von Anträgen auf Kostenübernahme von tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapien (TfP) berufen zu werden, muss der Bewerber neben einer Aus- bzw. Weiterbildung in TfP zusätzlich auch in Analytischer Psychotherapie (AP) ausgebildet sein. Die Frage, ob es gerechtfertigt oder gar notwendig ist, für die tiefenpsychologisch arbeitenden Kolleginnen und Kollegen eigene Gutachter im System der Richtlinienpsychotherapie zu erwirken – und zwar solche, die wie ihre Berichte schreibenden Kollegen „nur“ in diesem Verfahren ausgebildet sind – wird hier aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert: Im Fazit wird festgestellt, dass – egal aus welcher Perspektive dieser Sachverhalt betrachtet wird – eigene Gutachter mit TfP-Fachkunde für die TfP-Kollegen unabdingbar sind.

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