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Bewegung und Sport als (Psycho)Therapie oder als (psycho)therapeutisches Agens?

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Konzeptionelle und behandlungsbezogene Aspekte psychodynamischer Psychotherapie

Ausgabe: 2013 (Vol. 12): No. 2
Seiten: 91-110

Bewegung und Sport als (Psycho)Therapie oder als (psycho)therapeutisches Agens?

Wirksamkeit von Bewegung und Sport auf Befinden und psychische Störungen im Vergleich zu psychotherapeutischen Interventionen

G. Hüsler

Stichworte

Psychotherapie, Befinden, Bewegung und Sport

Zusammenfassung

Die Beeinflussung von Bewegung und Sport auf das Befinden und auf psychische Symptome wie Angst und Depression wird seit Jahren diskutiert. In neueren Publikationen sprechen Übersichtsarbeiten von ähnlichen Wirkungen, wie sie aus der Psychotherapie berichtet werden. Wie steht es um die Wirksamkeit von Bewegung und Sport auf das Befinden? Der vorliegende Beitrag versucht auf dem gegenwärtigen Stand des Wissens eine Antwort auf diese Frage zu geben. Zur Klärung werden Metaanalysen aus den Bereichen Bewegung/Sport und Befinden, aber auch aus der psychotherapeutischen Forschung zur Beeinflussung des Befindens herangezogen. Die gegenwärtige Datenlage erlaubt die Aussage, dass die Wirkung von Bewegung und Sport einer psychotherapeutischen Wirkung ebenbürtig ist, nicht. Zwar zeigen die Resultate, dass Bewegung und Sport das Befinden gesunder und psychisch beeinträchtigter Personen kurzfristig zu beeinflussen vermag; mangels ungenügender theoretischer Fundierung und systematischer Forschung bleibt jedoch die Frage offen, ob und in welchem Ausmaß Bewegung und Sport auf das Befinden und auf psychische Störungen einwirken. Dazu wären groß angelegte Verbundstudien nötig, die bis anhin fehlen.

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