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Gesamtübersicht

Praxis der ICD-10-Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Operationalisierte Strategien in der Diagnostik

Ausgabe: 2014 (Vol. 13): No. 2
Seiten: 91-101

Praxis der ICD-10-Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen

R. Mestel

Stichworte

Persönlichkeitsstörung, Beurteilerübereinstimmung, Persönlichkeitsakzentuierung, Persönlichkeitsdiagnostik, ICD-10-Diagnostik

Zusammenfassung

Die Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen (PS) ist durchzogen von Mängeln in Objektivität der Kriterien, mangelnder Beurteilerübereinstimmung und zahlreichen Validitätsproblemen wie der unzureichenden Übereinstimmung der PS-Instrumente, von Forschungs- und Praktikerdiagnosen, den Unstimmigkeiten bei den Prävalenzschätzungen und der Konstruktvalidität (unvollständige und sich massiv überlappende PS-Kategorien). Hervorgehoben wird die mangelnde Validität von Goldstandardinstrumenten wie SKID-II und IPDE dahingehend, dass sie maßgeblich Persönlichkeitsakzentuierungen, also Traits und nicht wirklich Störung abbilden. Konkret wird skizziert, wie man PS bis zur Neuentwicklung im ICD-11 diagnostizieren solle. Dabei wird auf die Fragetechnik bzw. Gesprächsführung bei der Exploration der PS Kriterien eingegangen, die ICD-10 Versionen, ein vorgeschaltetes Fragebogen-Screening, die Integration der allgemeinen PS-Voraussetzungen in die konkreten Kriterien und die Ethik und Verantwortung bei der Vergabe von PS. Die einzelnen G-Kriterien (Normabweichung, Dysfunktionalität, Leidensdruck beim Selbst oder der Umwelt, Zeitdauer, Ausschlusskriterien) werden differenziert in ihrer praktischen Bedeutung kommentiert.

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