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„Wirklich erwachsen werden?“ – Entwicklungspsychologie des „Emerging Adulthood“

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Junge Erwachsene

Ausgabe: 2015 (Vol. 14): No. 4
Seiten: 203-213

„Wirklich erwachsen werden?“ – Entwicklungspsychologie des „Emerging Adulthood“

H. Staats, S. Taubner

Stichworte

Identität, junges Erwachsenenalter, Sozialisation, neue Medien, Emerging Adulthood

Zusammenfassung

In westlichen Industrienationen verlängert und differenziert sich der Übergang von der Adoleszenz ins Erwachsenenalter. Beschrieben werden veränderte gesellschaftliche Anforderungen und soziale Realitäten, die zu einer ausgedehnten Zeit des Lernens mit noch geringen sozialen Verpflichtungen führen. Die Ablösung von der Herkunftsfamilie, das Eingehen einer dauerhaften Partnerschaft, Elternschaft und Berufseintritt nehmen häufig das dritte Lebensjahrzehnt in Anspruch. Zwischen Adoleszenz und Erwachsenenalter wird daher eine Zeit des „Emerging Adulthood“ beschrieben. Kernaufgabe dieser Lebensphase ist die Identitätsexploration, die vor dem Hintergrund des Einflusses digitaler Medien diskutiert wird. Nicht für alle Menschen bleibt diese Zeit ein Durchgangsstadium. Als subjektives Lebensgefühl und im Lebensvollzug können Aspekte dieser Phase bis in ein höheres Alter beibehalten werden. Eine klare Abgrenzung zwischen Adoleszenz, „Emerging Adulthood“ und Erwachsenenalter hilft bei der Differenzierung von Entwicklungsverzögerungen, phasentypischen Konflikten, Krisen und psychopathologischen Auffälligkeiten im jungen Erwachsenenalter.

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