Anzeige

Gesamtübersicht

ADHS im Spannungsfeld von Neurobiologie und Psychodynamik

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Junge Erwachsene

Ausgabe: 2015 (Vol. 14): No. 4
Seiten: 250-255

ADHS im Spannungsfeld von Neurobiologie und Psychodynamik

M. D. Ohlmeier

Stichworte

ADHS, Psychoanalyse, Sensation-Seeking, Kreativität, komorbide Störungen, Dopaminmangelhypothese

Zusammenfassung

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) hat mit ihren nach ICD-10 definierten Kernsymptomen „Aufmerksamkeitsstörung, Hyperaktivität und emotionale Instabilität“ aufgrund ihrer hohen Prävalenz eine große klinische Relevanz. Klinisch-epidemiologische Erfahrungen und Studien zeigen darüber hinaus, dass bei ADHS-Patienten häufig komorbide Störungen wie Angststörungen, Depression und Suchterkrankungen vorliegen. Dies hat einerseits besondere Bedeutung für den differenzialdiagnostischen Prozess, andererseits für die sich daraus ergebenden Therapieoptionen. Neben den pharmakologischen Behandlungsmöglichkeiten ist insbesondere die Psychotherapie eine geeignete Behandlungsmethode. Psychodynamische/-analytische Verfahren können hier – trotz der eher verhaltenstherapeutisch dominierten Studienlage – im Kontext des oft ausgeprägten lebensgeschichtlichen/-biografischen Bedeutungsgehaltes der Symptomkonstellation die bevorzugte Therapiemethode darstellen.

Artikel, die Sie auch interessant finden könnten...

1.

Martin D. Ohlmeier; Mandy Roy; Wolfgang Dillo; Vanessa Prox-Vagedes

PTT - Persönlichkeitsstörungen: Theorie und Therapie 2010 14 1: 48-60

2.

Hans Fabisch, Karin Fabisch

PTT - Persönlichkeitsstörungen: Theorie und Therapie 2008 12 2: 74-84

3.
A. Buchheim 1, H. Kächele 1, M. Cierpka 2, T. F. Münte 3, H. Kessler1,4, D. Wiswede3,4, S. Taubner1,5, G. Bruns 6, G. Roth4

Nervenheilkunde 2008 27 5: 441-445