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Emotionserkennung bei psychischen Störungen und in der Psychotherapie

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Emotion und Körper in der psychodynamischen Psychotherapie

Ausgabe: 2016 (Vol. 15): No. 1
Seiten: 13-24

Emotionserkennung bei psychischen Störungen und in der Psychotherapie

H. Stellmacher, K. Corswandt, C. Spitzer, C. Benecke

Stichworte

Emotionserkennung, Psychische Störung, Funktion mimisch-affektiver Zeichen

Zusammenfassung

Die Fähigkeit zur Emotionserkennung ist elementar für Beziehungen. Diese Arbeit gibt einen Überblick über diesbezügliche Befunde bei psychischen Störungen und stellt die Ergebnisse einer Pilotstudie mit einem neuen videobasierten Emotionserkennungstest (VEET) dar. Dieser erfasst auch die Mimikfunktionszuschreibung. Affektmimik kann sich direkt auf den aktuellen Interaktionspartner beziehen, auf das Selbst als Ganzes oder auf Teilaspekte des Selbst, sowie auf andere Objekte oder auf deren Teilaspekte. Untersucht wird die Fähigkeit psychisch Kranker, mimischen Emotionsausdruck zu erkennen und die jeweilige Affektfunktion einzuordnen, abhängig vom Strukturniveau. Bei einem Strukturdefizit war die Emotionserkennung so gut wie auf einem höheren Strukturniveau. Strukturdefizite waren mit einer besseren Erkennungsrate interaktiver Mimikfunktionsausdrücke verbunden. Mimikfunktionen, die sich auf einen Teilaspekt des Gegenübers beziehen, wurden bei vorliegendem Strukturdefizit seltener erkannt als bei einem hohen Strukturniveau.

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