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Das sogenannte „verkörperte Selbst“ – oder: Wie therapiert man „abgespaltene Gefühle“?

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Emotion und Körper in der psychodynamischen Psychotherapie

Ausgabe: 2016 (Vol. 15): No. 1
Seiten: 59-70

Das sogenannte „verkörperte Selbst“ – oder: Wie therapiert man „abgespaltene Gefühle“?

S. Trautmann-Voigt

Stichworte

Embodiment, Emotion und Körper, Körper-Selbst, Affektmotorik, affektiver Zyklus, Intensitätskonturen in der Zeit, generalisierte Interaktionsrepräsentanzen, Grammatik der Körpersprache, Interaktion im Empfindungs- und Handlungsdialog

Zusammenfassung

Die Embodiment-Perspektive sieht Emotionen im Körper verwurzelt. Jedoch fehlen in der Psychodynamischen Psychotherapie (PDP) Übersetzungen von der Theorie des „Körper-Selbst“ in die Praxis. Blockierte emotionale Prozesse können gezielt auf der Ebene der „Affektmotorik“ wieder angestoßen werden. Die ganzheitliche Stärkung der Selbstregulation des Patienten wird durch den bewussten Einbezug der Körpersprache (Trautmann-Voigt, Voigt 2012) erreicht, z.B. unter systematischer Berücksichtigung „affektiver Zyklen“, in denen sich Patienten gefangen fühlen. Lässt sich auch „das abgespaltene Gefühl“ nicht therapieren, so kann man doch Blockierungen oder exzessive Pole von Erregung und Hemmung auf mehreren Ebenen eruieren. Währenddessen erscheinen im körperlichen Verhalten früh verinnerlichte Interaktionsmuster (Stern’s RIGs). Ich werde mit Rückgriff auf körperpsychotherapeutische Modelle erläutern, wie durch Interventionen im Empfindungs- und Handlungsdialog blockierte Affektladungen in der PDP beeinflusst werden können. Zum Verständnis der Terminologie stelle ich vorab relevante Begrifflichkeiten klar.

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