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Der „aufgeschobene Tod“ im Begehren nach Jacques Lacan

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Historische, theoretische und klinische Aspekte in der Psychotherapie

Ausgabe: 2016 (Vol. 15): No. 2
Seiten: 95-113

Der „aufgeschobene Tod“ im Begehren nach Jacques Lacan

Lebensphänomenologische Rückfragen an ein sprachlich-unbewusstes Therapiekonzept der Neo-Psychoanalyse

R. Kühn

Stichworte

Psychoanalyse, Affekt, Tod, Ich, Imaginäres/Objekt, Lebensphänomenologie, Signifikat/Signifikant, Trieb, Unbewusstes

Zusammenfassung

Durch die anfängliche Zerrissenheit im Spiegelstadium und das Existieren im Intervall der sprachlichen Signifikantenkette ist das Subjekt nach Lacan prinzipiell durch den notwendigen Tod jeder imaginären Objektbesetzung seitens des Ich bestimmt. Wird therapeutisch diese ursprüngliche Verknüpfung im Sinne eines primordialen Phantasmas aufgehoben, kann jeder Augenblick eine „Freiheit zum Tod“ werden, insofern „Es“ und „Selbst“ nicht mehr ausschließlich dem „Begehren des Anderen“ folgen müssen. Der Beitrag diskutiert hierbei die Bezüge zur Psychoanalyse Freuds und zur Lebensphänomenologie Michel Henrys, um einsichtig zu machen, dass in der Tat das ständige „Mehr“ des Lebens keiner fixierten Objektfixierung bedarf, um einer repräsentationsunabhängigen Phänomenalisierung leiblicher Affektabilität im Lebensvollzug den Vortritt zu lassen.

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