Anzeige

Gesamtübersicht

Selbstregulierung und Beziehungsgestaltung

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Kombination Einzel- und Gruppenpsychotherapie

Ausgabe: 2016 (Vol. 15): No. 3
Seiten: 150-159

Selbstregulierung und Beziehungsgestaltung

Zur Kombination von Gruppen- und Einzeltherapie in der Behandlung von „Störungen des Sozialen“*

U. Streeck

Stichworte

Gruppen- und Einzeltherapie in Kombination, interpersonelle Störungen, implizites Beziehungswissen, Koproduktion des therapeutischen Geschehens, Therapeut als Interaktionsteilnehmer

Zusammenfassung

Für gravierende interpersonelle Störungen ist Gruppentherapie das therapeutische Mittel der Wahl. Für die Behandlung von Patienten mit schweren interpersonellen Störungen können Erkenntnisse insbesondere der interaktionistischen Soziologie hilfreich sein. Sie tragen dem Umstand Rechnung, dass alles soziale Geschehen ein Produkt interpersoneller Interaktion ist. Implizites Beziehungswissen, mit dem interpersonelle Beziehungen wesentlich reguliert und gestaltet werden, ist therapeutisch mit sprachlich-symbolischen Mitteln nicht zu erreichen. Der Therapeut nimmt stattdessen als Teilnehmer in antwortender und entwicklungsförderlicher Einstellung am interaktiven Geschehen in der Gruppe teil.