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Tägliches Erleben im stationären Setting: Eine Tagebuchstudie zum Einfluss psychoanalytisch-interaktioneller Gruppentherapie

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Angewandte Psychotherapieforschung – from bench to bedside

Ausgabe: 2016 (Vol. 15): No. 4
Seiten: 219-232

Tägliches Erleben im stationären Setting: Eine Tagebuchstudie zum Einfluss psychoanalytisch-interaktioneller Gruppentherapie

J. Zimmermann, I. Schwarzer, O. Masuhr, U. Jaeger, C. Spitzer, A. G. C. Wright

Stichworte

stationäre Psychotherapie, Prozessforschung, Psychoanalytisch-interaktionelle Gruppentherapie, Strukturelle Beeinträchtigung, Tagebuchmethode

Zusammenfassung

In der Studie wurden die Effekte der psychoanalytisch-interaktionellen Gruppentherapie (PIGT) auf das tägliche Erleben von Patienten im stationären Kontext untersucht. Hierzu füllten 34 Patienten während ihres stationären Aufenthalts jeden Abend ein standardisiertes Tagebuch aus, um die erlebten Situationen und Verhaltensweisen des Tages zu protokollieren. Außerdem wurde zu Beginn des Aufenthalts die strukturelle Beeinträchtigung der Patienten anhand der Kurzform des Inventars der Persönlichkeitsorganisation (IPO-16) erfasst. Es zeigte sich, dass die Patienten an Tagen, an denen sie an der PIGT teilnahmen, signifikant mehr sozialen Stress und internalisierende Symptome erlebten als an anderen Tagen. Die internalisierende Reaktion auf die PIGT war bei Patienten mit zunehmender struktureller Beeinträchtigung besonders ausgeprägt. Die Ergebnisse veranschaulichen das Potenzial einer tagebuchgestützten Erforschung stationärer Psychotherapie. Zukünftige Analysen sollten untersuchen, inwiefern die unterschiedlichen Reaktionen der Patienten auf die PIGT den Erfolg bzw. Misserfolg der Therapie vorhersagen.

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