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„Post-Combat-Coaching“ oder – wenn der Krieg am Kopf nicht vorbei kommt

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Psychodynamische Beratung

Ausgabe: 2017 (Vol. 16): No. 1
Seiten: 25-35

„Post-Combat-Coaching“ oder – wenn der Krieg am Kopf nicht vorbei kommt

Entwicklung einer psychodynamisch- und körperorientierten Beratung für Einsatzkräfte

C. Schels-Klemens, B. Leinberger, T. H. Loew

Stichworte

Prävention, Posttraumatische Belastungsstörung, Psychosomatik, Entspannungsverfahren, Burnout, Ärzte, Polizei, Bundeswehr, Soldaten, Einsatzkräfte, Feuerwehr, Rettungssanitäter, Kriseninterventionsteam, Trainingstherapie, körperorientierte Therapie, Naturheilverfahren

Zusammenfassung

Wir beschreiben ein auf die in der Armee bereits vorgehaltenen psychologischen Stressmanagement-Programme aufbauendes Einsatz-Nachsorge-Konzept für Bundeswehrsoldaten zur Prävention psychotraumatischer Reaktionen. Wir integrieren und intensivieren dabei alltagsnahe Selbstregulationsstrategien (GET BACK: ganzheitliche, gezielte, gruppenorientierte Entspannungseinheiten und Training, bewegungsorientierte Angebote, z.B. 3B: bewegungsbasierte Beruhigung oder SURE – short universal regulative exercise) sowie entschleunigte Atmung als Basistechniken und fokussieren bei Bedarf beziehungsorientiert auf die Selbstmanagementkompetenzen („7Cs“), ergänzt durch Konzentration und Koordination fördernde Maßnahmen. Eingebettet ist das Programm in einer der individuell körperlichen Situation angepassten medizinischen Trainings-, und ganzheitlich-naturheilkundlichen Ordnungstherapie mit balneologischen Angeboten (u.a. GERNE® Golf [G: Gesund, E: emotional, R: regulativ, N: neuromodulatorisch, E: entspannend]). In dieser Arbeit werden die Erfahrungen mit den ersten 272 Soldatinnen und Soldaten berichtet und die Hintergründe des Konzepts, inklusive der beobachteten Burnout-Phänomene, erläutert.

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