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Bindung und Struktur – Psychodynamische Psychotherapie der Depression

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Trauer und Melancholie

Ausgabe: 2017 (Vol. 16): No. 4
Seiten: 208-218

Bindung und Struktur – Psychodynamische Psychotherapie der Depression

H. Schauenburg

Stichworte

Depression, Bindung, Persönlichkeit, psychodynamische Psychotherapie

Zusammenfassung

Diese Übersicht beschreibt zunächst unsichere Bindungsrepräsentanzen als wesentlichen Faktor für depressive Vulnerabilität. Dargestellt werden aus diesem Verständnis abgeleitete zentrale Bestandteile psychodynamischer Therapie. Es wird zwischen therapeutischem Umgang unterschieden, der sich unmittelbar mit einer aktuellen depressiven Symptomatik befasst und solchen Strategien, die langfristig problematische, teils unbewusste Persönlichkeitsaspekte und Beziehungsmuster depressiver und zu Depressionen neigender Patienten fokussieren. Hier wird Bezug auf verstrickte und vermeidende Merkmale der Persönlichkeit genommen. Die besondere Rolle von Mentalisierungsprozessen und der Umgang mit strukturell beeinträchtigen Patienten werden eigens erörtert. Psychodynamische Therapie versteht sich insgesamt als ein Prozess der Aufdeckung verborgener, abgewehrter und bedrohlich erlebter Gefühle, der Bewusstwerdung ungünstiger Beziehungsmuster und der Gestaltung neuer Verhaltens- und Erlebensweisen unter Berücksichtigung einer positiven und tragfähigen therapeutischen Beziehung und der Belastbarkeit der Betroffenen.

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