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Intrafamiliäre Transmission alexithymer Affektregulierung

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Alexithymie

Ausgabe: 2009 (Vol. 8): No. 1
Seiten: 3-11

Intrafamiliäre Transmission alexithymer Affektregulierung

Jessie Mahler; Sven Barnow; Harald J. Freyberger; Carsten Spitzer; Hans Joergen Grabe

Stichworte

Alexithymie, Genetik, Heritabilität, Familienstudie, intrafamiliäre Transmission

Zusammenfassung

Die vorliegende Studie überprüft die Hypothese einer intrafamiliären Transmission der Alexithymie. Es wurden die Alexithymiedaten (Toronto Alexithymie Skala, TAS-20) von 89 erwachsenen Kindern und ihren beiden biologischen Elternteilen mittels hierarchischer Regressionsanalysen unter Adjustierung für Geschlecht, Alter und Bildung aller Familienmitglieder analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass der TAS-20-Gesamtwert der Mütter (standardisiertes Beta: 0,3; p= 0,003) und der TAS-20-Gesamtwert der Väter (standardisiertes Beta: 0,27; p= 0,007) unabhängig voneinander die TAS-20-Gesamtwerte der Kinder prädizierten. Die Ausprägung beider Elternteile auf dem Faktor “Schwierigkeiten, Gefühle zu identifizieren” erklärt 28% (p<0,001) der Varianz vom Faktorwert des Kindes. Eine intrafamiliäre Assoziation des TAS-20-Gesamtwertes sowie der Faktorwerte „Schwierigkeiten, Gefühle zu identifizieren“ und „Schwierigkeiten, Gefühle zu beschreiben“ konnte somit nachgewiesen werden. Die Ergebnisse bestätigen und erweitern die Befunde früherer Familienstudien und deuten auf relevante genetische und psychobiologische Mechanismen bei der Ausprägung der Affektwahrnehmung und Affektregulation hin.

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