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Psychodynamische Therapie mit „beseelbaren“ Therapieobjekten

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Körperpsychotherapie

Ausgabe: 2006 (Vol. 5): No. 1
Seiten: 20-31

Psychodynamische Therapie mit „beseelbaren“ Therapieobjekten

Ralf Vogt

Stichworte

Beseelbare Therapieobjekte, Psychotrauma, Körperorientierung, multimodale Settings, Einzel- und Gruppentherapie

Zusammenfassung

Es wird zunächst das Konzept einer Einzel- und Gruppentherapie einer körper- und traumaorientierten integrativen Psychotherapie vorgestellt, in welcher handlungsorientierte Settings mit z. T. selbst kreierten Symbolisierungsmedien eine wichtige Rolle spielen. Zur Veranschaulichung werden einige der „beseelbaren“ Therapieobjekte in der am häufigsten verwendeten Funktion erläutert. Gerade bei Traumapatienten erweist es sich oft in der Phase der Stabilisierung oder beim fokusorientierten Arbeiten mit dem Körpergedächtnis als nützlich, multimodal viele Sinneskanäle in z. T. spielerischer Form anzusprechen. Strukturelle Inszenierungen mit Objekten können dabei spannungsmindernd oder kreativ im Rahmen der therapeutischen Beziehung eingesetzt werden. Die Ergebnisse einer zweijährigen Studie mit begonnener Katamnese an 85 Patienten zeigen sowohl in der quantitativen Symptomverringerung als auch in der qualitativen Analyse des Behandlungsansatzes mit „beseelbaren“ Therapieobjekten interessante und nützliche Resultate, aus denen u. a. hervorgeht, dass Traumapatienten die Objekte in einer z. T. anderen Rangfolge verwenden als andere Patienten. Außerdem wird deutlich, dass gruppen-und handlungsorientierte Therapiesettings in Kombination mit einzeltherapeutischen Bemühungen eine überlegene Vorgehensweise gegenüber eindimensionalen Settings sind.

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