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Gegenübertragung bei Paarbeziehungen im Rahmen einer stationären psychodynamischen Borderline-Therapie

Zeitschrift: Persönlichkeitsstörungen: Theorie und Therapie
ISSN: 1433-6308
Thema:

Paarkonflikte und ihre Behandlung

Ausgabe: 2017 (Vol. 21): No. 3
Seiten: 227-235

Gegenübertragung bei Paarbeziehungen im Rahmen einer stationären psychodynamischen Borderline-Therapie

T. Abel, F. Bauernschmitt, B. Dulz

Stichworte

Borderline-Störung, Übertragung, Gegenübertragung, Paarbeziehung, Abwehr, psychodynamische stationäre Psychotherapie

Zusammenfassung

Das moderne Konzept der Übertragung umfasst das Erleben aller Gefühle, Fantasien, Einstellungen und Abwehrhaltungen des Patienten gegenüber seinem Therapeuten, die durch dessen frühere Beziehungserfahrungen geprägt sind. Die Gegenübertragung ist die Reaktion des Therapeuten auf die Übertragung und beinhaltet alle Gefühle, Eindrücke, Empfindungen, Gedanken und Einstellungen des Therapeuten dem Patienten gegenüber. Bei der Behandlung von Patienten mit einer Borderline-Störung, die während ihrer gemeinsamen stationären Behandlung eine Liebesbeziehung eingehen, breiten sich häufig negative Gegenübertragungsgefühle und skeptische Haltungen im Behandlungsteam aus. Diese aufkommenden Gefühle müssen sorgfältig reflektiert, contained und in Verbindung mit der Pathologie und dem therapeutischen Prozess gesetzt werden. Häufig hat das Entstehen einer Partnerschaft während einer Therapie einen Abwehrcharakter, kann aber gleichsam auch Ausdruck der strukturellen Störung dieser Patientengruppe sein. Durch einen offenen Umgang mit Partnerschaften im stationären Bereich eröffnet sich die Möglichkeit, dysfunktionale Kontaktmuster, die vor dem Hintergrund traumatischer Beziehungserfahrungen zu verstehen sind, in einer psychotherapeutischen Behandlung aufzudecken, zu bearbeiten und zu modifizieren.

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