Vom Manuskript zur Zeitschrift. Wie arbeitet ein Fachzeitschriften-Redakteur?


Moderne Begutachtungs- und Produktionssysteme unterstützen Autoren, Herausgeber und Verlag

Fachzeitschriften-Redakteure haben vielfältige Aufgaben

Die Arbeit des Fachzeitschriften-Redakteurs beginnt heute lange bevor er das fertige Manuskript auf den Tisch – respektive in sein E-Mail-Fach – bekommt. Als Projektmanager plant er, oft gemeinsam mit seinem Schriftleiter, bereits Monate im voraus Themenhefte und nimmt hierfür Kontakt mit Autoren auf.

Als Managing Editor steuert er nicht nur den elektronischen Begutachtungsprozess (mit), den alle Manuskripte im Peer-Review-Verfahren zu durchlaufen haben, sondern überwacht alle Produktionsstadien bis zum Erscheinen eines Heftes.

Schattauer verwendet seit 2002 das international verbreitete Begutachtungssystem ManuscriptCentral TM. Mittlerweile werden die Manuskripte von sieben unserer Zeitschriften ausschließlich online über das Internet begutachtet, als erste rein deutschsprachige Zeitschrift nutzt seit 2009 die Opens internal link in current window„Tierärztliche Praxis“ dieses moderne Verfahren. Bei allen beteiligten Zeitschriften hat sich dadurch die Zahl der eingereichten Manuskripte um durchschnittlich 10%, in Einzelfällen sogar um 20% pro Jahr gesteigert – auch ein Indiz dafür, dass die Autoren die Vorteile eines schnellen und transparenten Peer-Review-Verfahrens schätzen.

Die akzeptierten Manuskripte werden automatisch auf einen FTP-Server exportiert und von diesem in das verlagseigene Manuskriptverwaltungssystem SIM sowie in das Produktionssystem Tango™ eingespeist. Parallel dazu werden die Manuskripte sorgfältig redigiert und von den Autoren neue, reproduktionsfähige Abbildungen angefordert oder zum Zeichnen in Auftrag gegeben. Und immer wieder sind Erklärungen notwendig, warum nicht jede Powerpoint-Abbildung mit – für die Bildschirmdarstellung ausreichenden – 72 bis 96 dpi für den Druck geeignet ist. Auch Abbildungen müssen einer Qualitätskontrolle Stand halten!

 

Der Wandel von Print zu Print + Online ist in vollem Gange

Hat der Autor sein gesetztes Manuskript als pdf-Datei erhalten und seine Korrekturen vermerkt, wird der Beitrag für eine bestimmte Ausgabe eingeplant. Bei den internationalen Titeln werden die Publikationen als PrePrint First sofort im Internet veröffentlicht und stehen der Scientific Community weltweit zur Verfügung.
Die 2010 gegründete erste Online-only-Zeitschrift des Verlages, Applied Clinical Informatics, wird ausschließlich im Internet publiziert.

Um die Auffindbarkeit und Zitierfähigkeit der Online-Artikel zu sichern, erhält jeder Beitrag eine DOI-Nummer (Digital Object Identifier), solange die endgültige Seitenzahl noch nicht feststeht. Der Verlag arbeitet hier mit der von Verlagen gegründeten und getragenen Organisation CrossRef (Publishers International Linking Association) zusammen. Zeitgleich werden die Metadaten des Artikels (Titel, Autorenname, Keywords und Summary) sowie die für das korrekte Zitieren unerlässlichen bibliographischen Angaben (Zeitschrift, Jahr, Volume, DOI bzw. Seitenzahlen) an Medline und andere Datenbanken geliefert.

Läuft alles reibungslos, kann ein Manuskript so bereits sechs Wochen nach Einreichen online erscheinen. Und für alle die Fälle, bei denen nicht alles „wie am Schnürchen“ klappt, bieten die Mitarbeiter aus Redaktion, Herstellung und E-Medien tatkräftige Unterstützung an. Denn genau das ist die Kernkompetenz eines Verlages: Die oft mühsam neben der eigentlichen Tätigkeit als Arzt und Wissenschaftler entstandenen Manuskripte optimal aufbereitet schnellstmöglich einer großen Leserschaft zur Verfügung zu stellen. Und deshalb freuen wir uns auf Ihre nächsten Manuskripte!